wirbeln macht heidenspass!

Wenn sich „Wirbel in der Bubble“ und heidenspass vereinen, ist der Spaß für Klein UND Groß garantiert! Zum Motto „Schnipp, Schnapp, Schabernack – pack dir deine neue Tasche in den Sack!“ gestalteten die jungen KunsthausbesucherInnen ihre eigene Geldtasche.

Neugierig wurden unsere Materialien und Werkzeuge von den Zehnjährigen betrachtet.
Was auf sie zukommen würde, konnten sie sich vorerst nicht ganz vorstellen, doch bevor sie ungeduldig wurden, erklärten wir ihnen endlich, wie das Collagieren einer Geldtasche funktionierte. Endlich ging es los, und das ließen sich die Kleinen nicht zweimal sagen.
Ruckzuck wurden die Zeitschriften von den Zehnjährigen durchgeblättert und nach sinnvollen Bildern erforscht. Neben Autos, Fußbällen und Kosmetikartikeln, standen Bilder von Tieren an erster Stelle.

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Die collagierten Geldtaschen wurden anschließend von den heidenspass Mitarbeiterinnen abgeklebt. Ganz gespannt und fasziniert wurde jeder Schritt, der fürs Abkleben notwenig war, von den Kleinen beobachtet, während sie uns Löcher in den Bauch fragten. „Warum machst du das eigentlich?“ war die häufigste Frage, die mir skeptisch gestellt wurde.

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Als nächstes war das Nähen dran. Diese Aufgabe stellt schon für viele Erwachsene eine große Herausforderung da. Das sanfte und regelmäßige Betätigen des sensiblen Gaspedals, das genaue Lenken des zu nähenden Stückes und der Gedanke, dass eine spitze und schnelle Nadel sehr nah an den eigenen Fingern ist, hält viele davon ab selbst zu nähen.
Diese Ängste ließen unsere jungen Designer ganz unberührt. Ganz stolz erzählten uns ein paar von ihnen von der Nähmaschine ihrer Oma und ihren Nähanfängen.

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Innerhalb kurzer Zeit waren die ersten Taschen fertig und wurden stolz herumgezeigt. Die Freude war nicht nur den Jüngsten im Gesicht zu sehen, denn auch wir Jugendliche freuten uns sehr mit ihnen. Danach wurde weitergewirbelt und dazu kann man nur sagen, dass die Kids dem Veranstaltungsnamen gerecht wurden 😉

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Wenn ihr mal mitwirbeln wollt, könnt ihr euch hier Infos holen:
www.museum-joanneum.at/wirbel

 

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Chaoswerkstatt ist am Siedeln!

Schon wieder? Aber wohin denn diesmal? Der Shop bleibt aber schon hier, oder? Wie lang dauert es denn bis das Produzieren wieder beginnt?

Das sind die Fragen der überraschten KundenInnen, die unseren damaligen Umzug schon mitbekamen.
Schmunzelnd erkläre ich, dass es schon wieder so weit ist. Kein Rattern der Nähmaschinen ist zu hören, keine Collagen werden angefertigt. Stanleymesser, Scheren, Lineale ruhen mit den anderen Materialien in ihren Fächern, – die Produktion steht still.

An der Einrichtung wird noch fleißig gearbeitet…

Denn wir packten unsere Sachen, steckten diese in Berge von Kisten, schraubten unsere Einrichtung ab und transportierten das alles samt unseren Goldschätzen, den Nähmaschinen, vorsichtig und liebevoll in die neue Werkstatt. Schnell waren die neubezogenen Räume mit unseren Utensilien gefüllt, nun ist aber das Aufbauen und Schlichten an der Reihe, das leichter gesagt, als getan ist. Dank unserer fleißigen und motivierten Jugendlichen und MitarbeiterInnen, bekommt jeder Gegenstand seinen eigenen Platz. Okay gut, ich gebe ja zu, wie ihr sehen könnt sind noch nicht alle Schachteln leer geräumt; und auch unsere Tische und Nähmaschinen stehen noch etwas verloren da. Aber wir arbeiten uns von Tag zu Tag vor und am Tagesende hat man immer ein bisschen mehr Durchblick und weniger volle Kisten im Raum stehen.

Unsere Schatzkisten

Ein Umzug ist immer mit großem Aufwand verbunden und auch eine selten lustige Beschäftigung, das kennt wohl jeder von euch. Vor allem wenn das Räumen schnell gehen muss, es schon der zweite Umzug in diesem Jahr ist und sich alles zusätzlich noch in den kalten Winterwochen abspielt. Doch die Motivation der heidenspasslerInnen lässt dadurch nicht nach. Denn je schneller die Werkstatt eingerichtet ist, desto schneller können wir unsere Nähmaschinen zum Laufen bringen und endlich wieder das tun was wir am Besten können und zwar das Produzieren von Taschen!

Außerdem bringt der Ortswechsel von der Herrengasse in die Griesgasse 8 auch viele Vorteile mit sich. Da die neue Werkstatt direkt hinter dem Shop liegt, können wir schneller auf individuelle Kundenwünsche eingehen. Ob gewisse Sonderbestellungen möglich sind, kann das Verkaufspersonal die Näh-ExpertenInnen in der Werkstatt ums Eck gleich fragen. Auch KundenInnen selbst können nach ihren Eindrücken im Shop ihre eigenen Vorstellungen von ihren Produkten in der Produktionsstätte direkt äußern.
Die produzierten Erzeugnisse haben einen viel kürzeren Weg von der Werkstatt in den Shop, so fällt auch dieser aufwändige Transport weg.

Und natürlich sind wir endlich wieder alle an einem Fleck. Das erleichtert nicht nur die Zusammenarbeit zwischen dem Verkaufs- und Produktionspersonal, es tut auch allen Beteiligten gut sich öfter zu sehen. Vor allem die MitarbeiterInnen, die sich noch gar nicht untereinander kennen. Früher hatten die ShopbetreuerInnen mit den WerkstattmitarbeiterInnen wenig zu tun, nun können durch die örtliche Nähe engere Freundschaften geschlossen werden.

Obwohl so ein Umzug alle Beteiligten viele Nerven kostet, können wir es kaum erwarten die ersten Produkte aus der neuen Werkstatt hinauszuschicken.

Die neue Werkstatt

Die Kritzelstation in der Griesgasse 8

Von vielen neugierigen Blicken skeptisch begutachtet, vom einem oder anderem angegrinst und von den ganz Motivierten und Kreativen bekritzelt; wurde unsere Kritzelstation von PassantInnen.

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Kunstwerke im Telefonbuch

Während einige künstlerisch drauflos zeichneten, fragten mich manche, ob es irgendwelche Bedingungen oder Regeln geben würde. Einige PassantInnen suchten sich eine bestimme Seite heraus, die sie verzierten. Schlussendlich schossen bei jedem schon nach wenigen Sekunden Ideen hervor, die nur darauf gewartet haben, aufs Papier gebracht zu werden. Es gab keine Regeln und Grenzen was den Umfang und die Art der Zeichnung anging. Und natürlich waren auch alle Altersgruppen herzlichst willkommen geheißen.

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Vor unserem Shop wurde fleißig in ein Telefonbuch gekritzelt

Zuerst etwas zögernd doch relativ bald erklärten sich immer mehr Leute dazu bereit, mir ein kleines Kunstwerk zu hinterlassen. Während die kreativen und persönlichen Meistwerke entstanden, unterhielt ich mich prächtig mit meinen Künstler und Künstlerinnen. Da die meisten gerade erst aus dem Kunsthaus herspaziert sind, erzählten sie mir voller Begeisterung über das BIG DRAW. Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen, dort einen Sprung reinzuschauen, und muss nun sagen, dass ich dieselbe Begeisterung wiedergeben kann.

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Im Kunsthaus konnte man mit heidenspass die Nähmaschine als Zeichenstift verwenden

Für mich persönlich war heute ein ganz besonderer Tag! Abgesehen von den verschiedenen und erwähnenswerten Ausstellungen die ich im Kunsthaus mustern durfte, was es für mich sehr interessant zu beobachten, wie ganz normale Fußgänger auf meine Kritzelstation reagieren. Vor allem, wie viel Aufmerksamkeit und Zeit mir und meinem Telefonbuch geschenkt wurden.

Fasziniert war ich davon, wie jede Person, die von mir freundlichst aufgefordert wurde zu kritzeln, mit dieser Aufgabe umgegangen ist. Nicht nur die verschiedenen Zeichnungen selbst, auch die unterschiedlichen Überlegungen wie man an so etwas rangeht und die Zeit die sie unterschiedlich lang für mich opferten, fand ich sehr bemerkenswert.

Ein schönes Experiment, das nicht nur Erinnerungen hinterlässt, sondern auch alte Erinnerungen weckte.

The Big Draw – Handy-Kritzelstation

 

Wir bauen eine Handy-Kritzelstation zum Telefonieren wie damals..

Also für dieses Projekt war einiges an Vorinformation nötig! Ein fixes Telefon, mit dem man nicht spazieren gehen kann.. Wählscheiben.. Telefonzellen.. Das waren noch Zeiten.. Manche Leute haben tatsächlich noch immer 🙂

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Wir habens schon mal probliert..

Alex hat zur Demonstation ein altes Telefon mitgenommen – schaut lustig aus das Ding. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, so zu telefonieren. Und das Kritzeln nebenbei haben angeblich viele gemacht. Verständlich, wenn man nicht herumspazieren kann und wirklich neben dem Telefon sitzen bleiben muss, dann kann einem schon fad werden und dann kritzelt man eben drauf los.. Wir haben den Auftrag bekommen, das mal zu probieren. 🙂

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So sieht das Ganze dann aus (das Telefon ist nur zu Demonstrationszwecken für uns dabei..)

Und morgen können das die Kunsthaus-Besucher und die Passanten vor unserem Shop auch. Wir haben zwei Handy-Kritzelstationen gebaut, aus Karton und alten Telefonbüchern, und stellen sie morgen am Big Draw Day (4.10.2014) im Kunsthaus und vor unserem heidenspass-Shop auf. Auf der Kritzelstation sind ein Telefonbuch und ein Stift befestigt, um die Telefonzellenidylle ein wenig nachzuempfinden. Die Idee ist beim Telefonieren nicht durch die Stadt zu latschen, sondern stehen zu bleiben, einen Stift in die Hand zu nehmen und einfach drauf los zu zeichnen. Wir sind schon gespannt welche Kunstwerke entstehen.

 

Wir machen mit bei The Big Draw

Letzte Woche nutzten wir einen der seltenen sonnigen Tage, um beim Big Draw mitzumischen. In ganz Graz verteilt stehen weiße Litfaßsäulen, die man öffentlich bekritzeln kann und soll. Als Andrea im Jugendlichen-Team das Vorhaben vorstellte, war eine der ersten Reaktionen aus unseren Reihen „Aber ich kann ja gar nicht zeichnen“. „Jeder kann zeichnen“ kam die Antwort – auch von jemandem von uns. An beidem ist was dran..

Wenn es darum geht etwas zu können, denkt man schnell an Perfektion. Wenn man nicht unbedingt Profi ist, dann kann man es nicht. Und wenn man nicht fähig ist, naturalistisch perfekt verschiedene Dinge auf Papier zu bringen, sagt man schnell „ich kann nicht zeichnen“.  Das ist eine Sichtweise..

Ein anderer Zugang – und das war unser Zugang für diese Aktion – ist da viel offener. Denn je nachdem, wie man Zeichnen definiert, kann das jeder. Das ist ähnlich wie mit dem singen – auch wer schäbig singt, singt.

Und natürlich hat es auch mit Mut zu tun. So auch bei unserem Big Draw-Ausflug. Sich einer großen weißen Wand gegenüber zu stellen und das noch dazu in der Öffentlichkeit ist gar nicht so ohne..

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Ein großes weißen Blatt Papier (um eine Säule gewickelt)..

Und dann standen wir also da, zu sechst vor einer weißen Litfaßsäule in der Körösistrasse und fragten uns: „Was bitte sollen wir zeichnen?!“ Vorsichtig beginnt man mit einem Kringel oder einem Kasterl.

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Der Anfang ist am Schwersten..

Zögerlich, immer am Schauen, was die anderen so machen. Man braucht ein bisschen bis man rein kommt, aber wenn man richtig drin ist, dann geht die Kreativität mit einem durch und man zeichnet wie in Trance und vergisst völlig auf die Zeit. Wenn man den Kopf ausschaltet, geht’s fast wie von allein!

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Jeder begann an einer eigenen Stelle, aber bald war alles eins..

Und so haben wir die ganze Säule von allen Seiten bemalt. Unsere vielen vielen unterschiedlichen Zeichnungen sind nach und nach zusammengewachsen. Jede für sich ist ein kleines Kunstwerk, aber erst alle zusammen schauen super cool aus und ergeben ein ganz neues Bild.

DSCN2455DSCN2457DSCN2470Aber es ist interessant, wie schnell man an sich zweifelt, auch wenn man gerade eben etwas Tolles zu Papier bzw. zu Litfaßsäule gebracht hat. Da kommen Fragen wie „Sollen wir morgen noch einmal hingehen und ein paar Details verschönern?“ oder „Hätten wir uns vorher besser ein Konzept überlegen sollen?“.. Solche Gedanken kommen schnell. Aber nach kurzem Überlegen haben wir diese Gedanken schnell wieder verworfen. Da hätte der Kopf schon wieder viel zu viel Gewicht und Zeichnen hat unserer Meinung nach schon viel mit Stimmungen, Befindlichkeiten und Gefühl zu tun. Es ist eher eine Bauchgeschichte..

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Und so schaut es aus, das gute Stück..

Tja, so ist es uns ergangen. Schaut doch vorbei und bestaunt unser Werk. Und malt etwas dazu, wenn ihr Lust habt – ein Stift sollte noch dabei hängen. Und wenn ihr irgendwo in Graz noch so eine leere Litfaßsäue findet, schaltet den Kopf aus, schnappt euch einen Stift und zeichnet drauf los!

Ein bisschen heidenspass für die Uni

Nach dem Betriebsurlaub rattern bei uns wieder die Maschinen und es wird fleißig zugeschnitten, collagiert und genäht, denn wir haben zur Zeit viele Aufträge und es gibt einiges zu tun!

Für die Uni Graz gestalten wir gerade wunderschöne Mappen für eine sozialpädagogische Tagung. Abgesehen von Titel und Uni-Logo hatten wir was das Design angeht Gestaltungsfreiheit – und die haben wir natürlich in heidenspass-Manier genutzt. Landkarten, altes Briefpapier, Roboter, Blumen, Tiere.. alles haben wir auf die Mapperl gepackt, um den TeilnehmerInnen und ReferentInnen die Tagung zu versüßen.

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Selbstverständlich sieht jede Mappe anders aus!

Besonders spannend waren die Mappen, die mit einem Namen versehen wurden.  Wir haben überlegt, was den Leuten wohl gefallen würde.. Haben sie Lieblingsfarben? Stehen sie auf Blumen, Autos oder Astronauten? Wir konnten es uns ehrlich gesagt nicht ganz verkneifen, einige von ihnen zu googlen, um etwaige Details herauszufinden, die uns beim Collagieren helfen könnten. Wir sind allerdings nicht sehr fündig geworden, aber immerhin haben nun manche Tagungsmappen für uns Gesichter 🙂

Wir sind schon gespannt was die TagungsteilnehmerInnen zu ihren Mappen sagen – so schöne Dinger krigt man sicher nicht auf jeder Tagung  😉

FC heidenspass gewinnt AusbildungsFit Fußballturnier

Am 3. Juli ging es bei uns sportlich zu! 11 unsrer Jungs gründeten den 1. FC heidenspass, um am ASKÖ-Sportgelände ein Fußballturnier zu bestreiten. Organisiert wurde das Ganze von AusbildungsFit und dem Sozialministerium Service. Gleich bei der Premiere des FC heidenspass haben wir gegen vier Mannschaften gespielt und gewonnen. Im Finalspiel standen wir  FC Lattenknaller1 gegenüber. Auch bei diesem Spiel ging die heidenspass Mannschaft mit 2:1 als Sieger hervor!

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Das nennen wir mal Einsatz! (wir sind orange)

Zum Abschluss spielten unsere Jungs noch gegen das Team des Sozialministerium Service und auch da brillierten wir mit 6:1. Wir, die in der Werkstatt bleiben mussten (wir haben ja schließlich viel zu tun), waren via life-ticker trotzdem bei unseren Jungs. Im Stundentakt trudelten die guten Nachrichten von abermaligen Siegen ein, was uns jedes Mal zum Jubeln brachte! So gesehen war es auch für uns ein sehr abwechslungsreicher Vormittag! 🙂 

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So sehen Sieger aus..

Die Erfolge des FC heidenspass wurden gebührend gefeiert, das Siegerfoto hängt jetzt in Großformat bei uns in der Werkstatt. Unsere Jungs waren natürlich sehr zufrieden mit ihrer Leistung, vor allem, weil sich vorher gar kein gemeinsames Training ausging.. Ihr könnt euch vorstellen, wie es mit Training zugegangen wäre 🙂

Fürs Training suchen wir übrigens noch einen Fußballtrainer, der Zeit und Lust hat unsere Talente ein bisschen zu fördern – vielleicht ist ja einer unter euch, oder es kennt jemand jemanden, der jemanden kennt.. 🙂